Chronik

Die Chronik des Badischen Sportschützenbundes 1862 e.V.

Historie, Gegenwart und Ausblick

Ein Verband mit den Dominanten Freizeit-, Breiten-, Leistungs- und Spitzensport. Dabei gilt den Begriffen Traditionspflege, Kameradschaft und Zusammenhalt gleichermaßen gebührendes Augenmerk.

Gründung und Werdegang im 19. Jahrhundert

Einem am 22. November des Jahres 1846 ergangenen Aufruf an alle Schützengesellschaften, -gilden, -abteilungen und -vereine innerhalb des Großherzogtums Baden folgte am 5. April 1847 in Offenburg die Gründung des „Schützenvereins Großherzogtum Baden“.

An diesem Tage wurden zwar entsprechende Satzungen beschlossen, freilich hatte man sich im stürmischen Drang nach demokratischer Freiheit etwas zu weit vorgewagt. Die badische Revolution im Jahre 1848 wurde mit einer Gegen­revolution beantwortet, wobei sich die alten politischen Zustände wieder herstellten, was unter anderem auch die Auflösung des Schützenvereins Großherzogtum Baden nach sich zog.

Doch das Streben nach größerer Einheit im deutschen Volk durch die Ablösung der bestehenden, ohnmächtigen Kleinstaaterei war in den nachfolgenden Jahren nicht mehr aufzuhalten, es wurde als zeitgemäß empfunden, und man sah in der Gründung des Deutschen Schützenbundes am 11. Juli 1861 in Gotha einen entscheidenden Schritt und Erfolg in diese Richtung.

Mit der Gründung des Deutschen Schützenbundes war alsdann auch für alle deutschen Schützen das Signal gegeben, sich innerhalb ihrer Länder zusammenzuschliessen. Noch im gleichen Jahr gab die Schützengesellschaft Offenburg eine Mitteilung – Circularschreiben vom 20. Juli 1861 – an die badischen und rheinpfälzischen Schützengesellschaften heraus, in dem nicht nur das Programm des vom 4. bis 7. August stattfindenden Freischießens enthalten war, sondern auch eine Besprechung über „gemeinsame Schützenangelegen­heiten“ angeregt wurde.

Bei dieser in Offenburg abgehaltenen richtungsweisenden Zusammenkunft wurde ein Ausschuss gebildet, dem die Herren Zachmann, Offenburg, Carl Rehfus, Kehl, H. Reinbold, Baden, Heidenreich, Müllheim, J. Weihsgerber, Rastatt, ‚Dr. Mittermaier, Heidelberg und L. Bissinger aus Mannheim, angehörten. Eine der Hauptaufgaben dieses Ausschusses bestand darin, weitere Schritte des vorgesehenen Zusammen­schlusses von Schützengesellschaften Badens und der Rheinpfalz zum „Oberrheinischen Schützenverein“ zu unternehmen und über sogenannte Kreis- und Zentralschießen der nach­folgenden Jahre zu befinden.

Im Protokoll der Vorstands- und Ausschusssitzung der Schützengesellschaft Mannheim vom 24. März ist zu lesen:
„In Betreff, des im nächsten Jahr durch Beschluss der Versammlung in Offenburg dahier abzuhaltenden Central­schießens wird beschlossen, Circulare an sämtliche badischen und rheinbayerischen Vereine zu erlassen und dieselben zu einer Besprechung auf den 14. April, morgens 10.00 Uhr, im „Badner Hof“ einzuladen und zu deren Ausführung die Herren Bissinger, Frey und Schuh zu beauftragen.“

Am 14. April 1862 kam es dann im „Badner Hof“ zu Mannheim auf Einladung der Schützengesellschaft Mannheim von 1744 zu einer Zusammenkunft von Vertretern der Vereine aus Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Eppingen, Frankenthal, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Lambrecht, Ludwigshafen, Mannheim, Neckargemünd, Offenburg, Singen und Weinheim. Die Schützen aus Durlach, Emmendingen, Freiburg, Kehl und Rastatt waren zwar nicht anwesend, hatten sich jedoch schriftlich mit den zu fassenden Beschlüssen einverstanden erklärt; Durlach und Freiburg unter Vorbehalt.

Die Vereinsdelegierten unter dem Vorsitz des 1. Schützenmeisters der Schützengesellschaft Mannheim von 1744, Ludwig Bissinger, gründeten den „Oberrheinischen Schützenbund“.
Da allerdings mehrere Pfälzer Abgeordnete erklärten, dass ein Anschluss von pfälzischen Schützenvereinen nicht erlaubt würde, gehörten diesem Oberrheinischen Schützenbund zunächst nur badische Schützenvereine an.

Über diese als ,,Außerordentliche Generalversammlung“ am 14. April 1862 im „Badner Hof“ stattgefundene Zusammenkunft wurde aus dem Protokollbuch der Schützengesellschaft Mannheim von 1744 durch Hugo Fantoma folgender Text entnommen:

Außerordentliche Generalversammlung am 14. April 1862 im Badner Hof.
In Folge ergangener Einladung der hießigen Schützengesellschaft waren anwesend: Schaffroth aus Singen und Doktor Vanotti aus Constanz als Vertreter von den 11 Seekreisvereinen Singen, Constanz, Engen, Mösskirch, Pfullendorf, Donau­eschingen, Stockach, Geisingen, Hüfingen, Thiergarten, Gottmadingen, Müller aus Schopfheim für Schopfheim und Lörrach, Zachmann aus Offenburg, Schrickel aus Carlsruhe, Heydt aus Carlsruhe, Jung aus Baden, Amrov aus Bruchsal, Hochstätter aus Eppingen, Paravicini aus Bretten, Doktor Brommer aus Neckargemünd, Brecht aus Neckargemünd, Doktor Mittermaier aus Heidelberg, Doktor Blum aus Heidelberg, W. Dell, Winter, Nitschky, Eberle von Weinheim, und ferner von der hießigen Gesellschaft: J. Schmitt, Schuh, Bissinger, E. Rub, Hunkler, Doreck, Heimannn, Carolus, L. Dinkelspiel, M. Dinkelspiel, Nagel, Gebhard, Back, Lend, Haar, Mendel, A. Schmitt, Spier, Görg, Krehbiel, Linder, Kinkel.
Sodann waren vertreten Ludwighafen und Lambrecht, Frankental und schriftlich erklärten sich mit den zu findenden Beschlüssen einverstanden die Vereine von Emmendingen, Kehl, Rastatt, Freiburg und Durlach. Die beiden letzteren jedoch unter Vorbehalt.
Die Versammlung wird, nachdem der 1. Schützenmeister Herr Bissinger die anwesenden Gäste begrüßt, um 1/2 11 Uhr morgens für eröffnet erklärt. Doktor Vanotti aus Constanz bereitet die Versammlung auf ein durch Schaffroth aus Singen ausgearbeitetes Programm vor, der dasselbe verließt (Original geht zu den Akten). Man erkennt aus dem Programm mit welcher Liebe der Verfasser der Schützensache zugetan ist.
Doktor Mittermaier gibt diesem Gefühle in einigen Dankes­worten Ausdruck, hält aber das Programm für den größten Teil des Landes zu Compliziert, und die Zeit zu früh, um solches einführen zu können. Mittermaier hält es für besser die Offenburger Satzungen vorerst beizubehalten und der nun vielfach mit ihm einverstanden, wird deren Verlesung beantragt.
Auf die Erklärung mehrer Herren aus der Pfalz, dass ein Anschluß von pfälzischen Vereinen an den Oberrheinischen Schützenbund nicht erlaubt, überhaupt eine solche Vereinigung auch nur wenig Anklang fände, wird der Oberrheinische Schützenbund vorerst bloß aus badischen Vereinen gegründet werden. Es werden die Offenburger Statuten angenommen mit Hinweglassung derjenigen §, die die Pfälzer berücksichtigen.
Schrickel aus Carlsruhe schlägt vor, um die Geschäfte zu erleichtern solle man den Oberrheinischen Schützenbund in 4 Kreise teilen, wobei die Politische Landeseinteilung beibehalten werden könnte, was angenommen wurde. Jeder Kreis soll also seinen 1. Schützenmeister und das weitere nötige Personal erhalten.
Nach den Offenburger Satzungen sollen Jährlich 2 Kreisschießen (eines in Ober- und eines in Unterbaden) abgehalten werden. Natürlich abwechselnd in den verschiedenen Kreisen, und soll alle 2 Jahre (ungerade Jahreszahl) in welchen kein Allgemeines Deutsches Schützenfest stattfindet, ein Centralschießen stattfinden. Bei diesen Schießen sollen die Satzungen des Deutschen Schützenbundes betr. der Waffenschießordnung etc. in Anwendung gebracht werden. Zur Ausarbeitung einer Schießordnung für den Oberrheinischen Verein wird eine Commission ernannt, bestehend aus Doktor Blum von Heidelberg, Zachmann von Offenburg, Heidenreich von Müllheim, Trötschler von Singen, Schaffroth von Singen.
Auf Antrag Doktor Mittermaier werden für dieses Jahr noch stattfindende Kreisschießen die Orte Lörrach für Oberbaden, und entweder Carlsruhe oder Offenburg für Unterbaden bestimmt. Letztere haben nötigenfalls zu loßen. Für das im Jahr 1863 stattzufindende CentraIschießen ist Mannheim erwählt und soll jeweils der Vorort dieses Centralschießens überhaupt die Geschäfte des Oberrheinischen Vereins so lange leiten, bis durch den bei diesen Schießen zugleich abzuhaltenden Schützentag der nächste Ort gewählt ist. Doktor Mittermaier schlägt folgende Geschäftsordnung vor, die für Leitung des Oberrheinischen Vereins maßgebend sein soll.
§1
Jener Schützenverein, welcher das letzte Oberreihnische Schießen veranstaltet hat, besorgt als Vorort die Geschäfte der Vereinigung. Er vertritt die Vereinigung nach Außen ins­besondere bei den Landesbehörden, und sorgt für Ausführung der Beschlüsse welche von den Vertretern der einzelnen Vereine gefaßt wurden.
§2
Der jeweilige Vorort vertritt insbesondere die Oberrheinischen Schützen bei dem Vorstande des Deutschen Schützenbundes.
Er führt Verzeichnis über die dem Bunde beigetretenen Oberrheinischen Schützen, nimmt neue Meldungen und die Jahresbeiträge an und rechnet deshalb mit dem Vorstande des Deutschen Schützenbundes ab. Die Bescheinigungen über die Jahresbeiträge und andere Mitteilungen gehen vom Deutschen Schützenbund aus an den Vorort welcher sie den einzelnen Vereinen übermacht.
§3
Mit dem Beginn des jeweiligen Oberrheinischen Schießens gibt der bisherige Vorort die Geschäftsführung an den neuen Vorort ab.
Auf mehrheitlichen Wunsch wurde beschloßen, zu dem dieses Jahr in Frankfurt a. M. stattfindenden Bundesschießen gemeinschaftlich zwar als Oberrheinische Schützen einzu­ziehen und die nötigen Schritte wegen Ermäßigung der Eisenbahnpreise zu tun. Als Sammlungsort zum gemeinschaftlichen Abfahren wurde Weinheim bestimmt.
Schaffroth stellt den Antrag, man möge unsere Regierung um Genehmigung des Oberrheinischen Schützenbundes angehen und zugleich um Unterstützung der Schießen durch Staatszuschuß von ƒ 1000.- für jedes Kreisschießen und ƒ 2000.- für jedes Centralschießen zu bitten. Dieser Antrag wurde angenommen und zugleich eine Deputation erwählt, welche gleich am folgenden Tage die nötigen Schritte dießerhalb vornehmen soll.
Für diese Deputation wurden ernannt:
Schaffroth aus Singen
Doktor Vanotti aus Constanz
Doktor Mittermaier aus Heidelberg
Schrickel von Carlsruhe
Stoll von Mannheim

Der 1. Schützenmeister
L. Bissinger

Zum XVIII. Verbandsschießen, das vom 14. bis 21. Juli 1901 abgehalten wurde, trafen sich die Schützen in der Universitäts­stadt Heidelberg. 98 Mitglieder des Heidelberger Schützenvereins von 1490 zeichneten dazu einen Garantiefond von 232.400 Goldmark!
Die im FestzeIt installierte Postfiliale meldete 47.740 Briefsendungen. Verzehrt wurden 80 Zentner Fleischwaren, 40 Zentner Kartoffeln, 4000 Laib Brot, 30.000 Flaschen Wein und 56.000 Liter Bier.
Das XIX. Verbandsschießen folgte vom 6. bis 21. Juli 1902 im pfälzischen Neustadt. Protektor war Prinz Ludwig von Bayern. In der Einladung zu dieser Schießveranstaltung, die im Mai des Jahres an alle deutschen Schützen gesandt wurde, ist unter anderem der humorvolle Spruch enthalten:


Das Pulver trocken.
Die Kehle naß.
Ein Schuß ins Schwarze.
Das macht Spaß.


Weitere gemeinsame Verbandsschießen folgten.
Und im Jahre 1910 war wieder einmal die Schützengesellschaft Karlsruhe von 1721 mit der Durchführung dieser vom 3. bis 10. Juli dauernden überregionalen Schießveranstaltung – dem XXIV. Verbandsschießen – betraut. Dazu eilten Schützen aus allen Teilen Deutschlands in die badische Residenz.
Der Wahlspruch hieß:

Wohl denn, lhr Schützen kampfbereit.
Girlanden und Fahnen flattern.
Nun sollen im ehrlichen Mannesstreit,
die Stutzen und Büchsen knattern.
Trefft sicher, damit auf‘s neu sich bewähr,
die ruhmvolle Deutsche Schützenehr!

Nach dem „Verzeichnis der Mitglieder der Badischen Verbands-Vereine vom Mai 1910“ gehörten dem Badischen Landesschützenverein damals folgende Vereine an:

VereineMitglieder
Schützenverein Baden-Baden176 Mitglieder
Schützenverein Baldingen23 Mitglieder
Schützengesellschaft Bonndorf22 Mitglieder
Schützengesellschaft Brombach11 Mitglieder
Schützengesellschaft Bruchsal69 Mitglieder

Schützengesellschaft Buchen (lediglich Oberschützenmeister;
Schriftführer und Kassier namentlich aufgeführt)

3 Mitglieder
Schützengesellschaft Durlach42 Mitglieder
Schützenverein Eberbach19 Mitglieder
Schützengesellschaft Emmendingen37 Mitglieder
Schützengesellschaft Endingen23 Mitglieder
Schützengesellschaft Freiburg129 Mitglieder
Schützengesellschaft Gailingen33 Mitglieder
Schützengesellschaft Haltingen17 Mitglieder
Schützengesellschaft Hausen24 Mitglieder
Schützengesellschaft Heddesheim33 Mitglieder
Schützenverein Heidelberg148 Mitglieder
Schützengesellschaft Hüfingen-Donaueschingen30 Mitglieder
Schützengesellschaft Kandern35 Mitglieder
Schützengesellschaft Karlsruhe302 Mitglieder
Schützengesellschaft Kirchzarten58 Mitglieder
Schützengesellschaft Ladenburg17 Mitglieder

Schützengesellschaft Lahr (lediglich Oberschützenmeister; 
Schriftführer und Kassier namentlich aufgeführt)

3 Mitglieder
Schützengesellschaft Zementwerk Leimen26 Mitglieder
Schützengesellschaft Lörrach155 Mitglieder
Schützengesellschaft Mannheim218 Mitglieder
Schützengesellschaft Mülhausen im Elsaß56 Mitglieder
Schützengesellschaft Müllheim49 Mitglieder
Schützengesellschaft Neckargemünd31 Mitglieder
Schützenverein Neustadt i. Schw.41 Mitglieder
Schützengesellschaft Offenburg8 Mitglieder
Schützengesellschaft Pforzheim115 Mitglieder
Schützengesellschaft Rastatt99 Mitglieder
Schützengesellschaft Schönau i. W.31 Mitglieder
Schützengesellschaft Schopfheim31 Mitglieder
Schützengesellschaft Singen am Hohentwiel20 Mitglieder
Schützengesellschaft St. Georgen i.Schw.16 Mitglieder
Schützenverein Straßburg i. Elsaß223 Mitglieder
Schützengesellschaft Tiengen13 Mitglieder
Schützengesellschaft Todtnau23 Mitglieder
Schützenclub Todtnau-Poche18 Mitglieder
Schützengesellschaft Triberg10 Mitglieder
Schützengesellschaft Unterkirnach24 Mitglieder
Schützengesellschaft Villingen18 Mitglieder
Schützengesellschaft Vöhrenbach36 Mitglieder
Schützengesellschaft Waldshut37 Mitglieder
Schützengesellschaft Weinheim10 Mitglieder
Schützengesellschaft Wertheim20 Mitglieder
Schützengesellschaft Wiesloch24 Mitglieder
Schützengesellschaft Zell i. W.21 Mitglieder
Schützengesellschaft Ziegelhausen49 Mitglieder

Von diesen 2676 Mitgliedern der 50 aufgeführten Schützen­vereine, -gesellschaften und -clubs waren 752 dem Deutschen Schützenbund nicht gemeldet.

Am 1. September dieses Jahres begann der 2. Weltkrieg, der am 8. Mai 1945 mit einer bedingungslosen Kapitulation seinen Abschluss fand. Die Stunde Null war angebrochen, nicht nur für zahllose deutsche Familien, sondern auch für die deutschen Sportschützen. Wieder einmal wurde das Schießen verboten, die Schießsportvereine zwangsaufgelöst, deren Eigentum beschlagnahmt, Schießsportanlagen zerstört und wertvolle Traditionsfahnen, Medaillen, Münzen und Pokale – um nur einiges von deutschem Schießsportgut mit unschätzbarem ideellem Wert zu nennen – verschwanden. Allein der Gedanke einer möglichen Wiedererstehung der schießsportlichen Betätigung erlosch nicht bei den Kameraden der damaligen Zeit.

Julius Becker
Julius Becker, Landesschützenmeister 1951-1956

 

Vielerorts fanden sich in den Nachkriegsjahren ehemalige Sportschützen zusammen, um sich mit dem Wiederaufbau einer schießsportlichen Organisation in Baden zu befassen. Dank der Initiative von Walter Gehmann aus Karlsruhe und Julius Becker aus Heidelberg wurde am 15. April 1951 im Vereinsheim des Heidelberger Schützenvereins von 1490 der„Badische Sportschützenverband“ als Rechtsnachfolger des ehemals Badischen Landesschützenvereins aus der Taufe gehoben. Dabei wurde Julius Becker zum Landesschützenmeister gewählt.
Als Mitarbeiter standen Julius Becker die Schützenbrüder Hermann Walker, Neckargemünd, Curt Schnitzer, Mannheim, Otto Schenk, Heidelberg, Peter Dostmann, Mannheim und Wilhelm Müller aus Karlsruhe zur Seite.
Beim 1. Landesschützentag zählte der wiedergegründete Verband 12 Mitgliedsvereine mit 400 Sportlern. Im darauf­folgenden Kalenderjahr 1952 zeigte die Mitgliederbilanz bereits 32 Vereine mit 1700 Schützen, und 1953 war der Umfang des Badischen Sportschützenverbandes auf 84 Vereine mit 3500 Mitgliedern angewachsen.
Die von den Alliierten bei Kriegsende durchgeführte Teilung des Landes Baden in eine französische (Südbaden) und eine amerikanische Besatzungszone (Nordbaden) wirkte auch in den organisatorischen Bereich der badischen Sportschützen hinein.
Die südbadischen Sportschützen trennten sich vom Badischen Sportschützenverband und riefen den „Südbadischen Sportschützenverband“ ins Leben. Die Gründungsversammlung dazu tagte am 27. Januar 1952 im Hotel „Schützen“ in Donaueschingen.
Zwar wurden in den nachfolgenden Jahren noch gemeinsame Vorhaben verwirklicht und auch schießsportliche Wettkämpfe in Gesamtbaden veranstaltet, jedoch schritt die Trennung auch in diesen Dingen voran, sodass im Jahre 1963 endgültig ein Schlussstrich gezogen wurde.
Fusionsgespräche zwischen Ehrenamtlichen der Führungsgremien des Badischen und des Südbadischen Sportschützenverbandes in den Jahren 1967 – 68 führten insbesondere aufgrund der unterschiedlichen organisatorischen Struktur der beiden Badischen Sportbünde Freiburg und Karlsruhe zu keinem Ergebnis.
Doch zurückgeblendet zu den ersten Anfängen nach Wiedergründung des Badischen Sportschützenverbandes am 15. April 1951. „Pionierarbeit“ galt es im organisatorischen wie auch sportlichen Bereich zu leisten.
Walter Gehmann bekleidete von 1951 bis 1953 das Ehren­amt des Bundessportleiters und war maßgeblich mit der Erstellung und Herausgabe einer Sportordnung befasst, ohne jedoch auf das aktive Schießen zu verzichten. Und was seine schießsportliche Betätigung anging, so gab es in der Folgezeit noch so manchen Meisterschaftssieg. Auch war Walter Gehmann wieder Kapitän der Nationalmannschaft.
Eine Ehrung besonderer Art kam diesem Schießsport­passionisten im Jahre 1954 zu, als er aus der Hand des ersten Bundespräsidenten Professor Theodor Heuss die höchste nationale Sport­auszeichnung, das „Silberne Lorbeer­blatt“ entgegen­nehmen durfte.
Das Engagement von Walter Gehmann, in der organisatorischen Arbeit und im eigentlichen Sport, fand damit eine sichtbare Würdigung.
Ein weiterer Glanzpunkt für die Badener folgte. Am 19. Februar 1955 war die badische Klein­kalibermannschaft, der Otto Müller, Albert und Rudi Siegl sowie Helmut Schlenker angehörten, im Beisein von Landesschützenmeister Julius Becker in der „Villa Hammerschmidt“ in Bonn zu Gast, um von Bundespräsident Professor Theodor Heuss den Wanderpokal der Bundesrepublik Deutschland entgegenzunehmen.
Dieser Wanderpokal wurde in den nachfolgenden Jahren noch mehrmals errungen und ging nach fünfmaligem Sieg in den Besitz der badischen Sportschützen über. Ein erster Schatten fiel 1956 auf den badischen Sport­schützenverband. Beim Landesschützentag in Buchen eröffnete Landesschützenmeister Julius Becker den Vereins­delegierten, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen müsse. Für seine vielfachen Verdienste wurde Julius Becker zum Ehren-Landesschützenmeister ernannt. Mit großer Mehrheit wählten die Delegierten des Landesschützentages 1956 in Buchen Karl Simm aus Heidelberg zum neuen Landesschützenmeister.Am 1. Dezember 1957 erfolgte die Aufnahme des Badischen Sportschützenverbandes als Mitglied in den Badischen Sportbund.

Karl Simm, Landesschützenmeister 1956-1969

 

Anlässlich des 10. Wiedergründungsjahres weihte der 1. Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, Hans JungnickI, in Anwesenheit von zirka 2500 Schützenschwestern und Schützenbrüdern in einem imposanten Festakt im „Großen Saal“ der Stadthalle zu Heidelberg am 16. April 1961 das neue Banner des Badischen Sportschützenverbandes, eine Standarte.
Eine fortschreitende Aufwärtsentwicklung ließ den Schießsport schon bald wieder „Volkssport“ werden. Zahlreiche Ehrenamtliche in den Vereinen, den Sportschützenkreisen und im Landesverband taten das ihrige, den jungen Schießsporttalenten den Weg über die Ausbildung und Schulung hin zum Leistungs- und Spitzensport zu bereiten.
Unabhängig von Verwaltung und eigentlichem Sport haben badische Schützen bei der Entwicklung von Sportwaffen mitgewirkt, haben Schießsportausrüstung und -zubehör geschaffen, was zur weiteren Förderung und auch zur Leistungssteigerung der Aktiven beitrug. Stellvertretend für eine Vielzahl seien hier die Kameraden Walter Gehmann, Bruno Knobloch und Helmut Schlenker genannt.
Eine Veränderung organisatorischer Art vollzog sich zu Beginn des Kalenderjahres 1966. Die bisherigen Sport­schützenkreise mit Unterkreisen wurden neu strukturiert und zwischen den Sportschützenkreisen und dem Landesverband 4 Sportschützenbezirke als weitere Führungsebene installiert.
Zum 16. Landesschützentag am 26. Februar 1967 in Buchen waren Vertreter aus den 200 Mitgliedsvereinen gekommen, die ihrerseits 15.780 Sportschützen repräsen­tierten. Walter Prokop wurde zum Stellvertretenden Landesschützenmeister gewählt.
Noch im gleichen Jahr verstarb Ehren-Landesschützenmeister Julius Becker, dem eine große Trauergemeinde ein letztes Ehrengeleit gab.
Beim 18. Landesschützentag 1969 in Eberbach musste Landesschützenmeister Karl Simm nach einer Amtszeit von 13 Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Ehrenamt zur Verfügung stellen. In Würdigung seiner mannigfachen Verdienste wurde Karl Simm zum Ehren-Landesschützenmeister ernannt.
Walter Prokop folgte als neuer Landesschützenmeister in dieses Ehrenamt und leitet seither die Geschicke der badischen Sportschützen.
Ein weiterer, klarer, sportlicher Aufwärtstrend wurde erkennbar. Badener hatten sich bei Deutschen Meisterschaften behauptet, hatten mit Erfolg an Länderverbands- und Vereinsfernwettkämpfen teilgenommen und bei sonstigen schießsportlichen Großveranstaltungen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.
Auch waren nunmehr die Folgen des Krieges weitestgehend beseitigt. Neue Schützenhäuser und moderne Schießsportanlagen wurden erbaut. Der Trend der Aktiven ging eindeutig zum Leistungs- und Spitzensport. Walter Prokop ging – vom Landesausschuss unterstützt – neue Wege. Die etablierten 4 Sportschützenbezirke wurden aufgelöst und so eine direkte Verbindung zwischen den 13 Sportschützen­kreisen und der Vorstandschaft des Badischen Sportschützen­verbandes geschaffen. Breitenarbeit und Talentsuche waren in den Mitgliedsvereinen angesagt.
Als sehr aufschlussreich und nutzbringend erwiesen sich die von der Verbandsführung jährlich abgehaltenen Informa­tionsgespräche, auch als „Oberschützenmeistergespräche“ bekannt.
Die badischen Sportschützen, und das darf ohne Übertreibung gesagt werden, sind seit der Führungsübernahme durch Walter Prokop mit ihren Leistungen zur Spitze des Deutschen Schützenbundes aufgerückt.
Landesschützenmeister Walter Prokop war Initiator für den Bau des Landesleistungszentrums der baden-württem­bergischen Sportschützen, das in Pforzheim entstand und mit dem Länderkampf UdSSR, USA und Bundesrepublik Deutschland am 25. und 26. Mai 1973 seine „Feuertaufe“ bestand.
Bei den nachfolgenden Deutschen Meisterschaften dieses Sportjahres gab es für die badischen Starter 19 Gold-, 13 Silber- und 10 Bronzemedaillen der Mannschafts- und Einzelwertung.
Im Frühjahr 1974 kreierte die Verbandsführung eine „Vereinsmeister-Ehrennadel“, die auch heute im Jahre 1998 noch großen Zuspruch findet.
Ein Spitzenerfolg war dann der Luftgewehrsieg im Vereins­pokalturnier 1974 des Deutschen Schützenbundes in Berlin durch die Mannschaft der Schützengesellschaft Pforzheim von 1450; was sich für weitere Vereine des Badischen Sportschützenverbandes in den nachfolgenden Jahren wiederholen sollte.
Abschied nehmen hieß es am 21. Juni 1975 auf dem Heidelberger Bergfriedhof von Horst Trommler, dem Landes­sportleiter und stellvertretenden Bundessportleiter, der über viele Jahre hinweg den badischen und auch den bundesdeutschen Schießsport mitprägte.
Einen sportlichen Höhepunkt der Bogenschützen bildeten die Deutschen Bogenmeisterschaften des Jahres 1975 im Mannheimer ,,Rhein-Neckar-Stadion“.
Und ein Höhepunkt gesellschaftlicher Art boten die am 5. Juni 1976 im Heidelberger Schloss stattgefundenen Feierlichkeiten mit Hubertusmesse, Empfang, Festabend und Brillantfeuerwerk aus Anlass des 25-jährigen Verbandsjubiläums nach Wiedergründung.

Walter Prokop
Walter Prokop, Landesschützenmeister 1969-2001

 

1987 wurde dem Badischen Sportschützenverband für seine großen, sportlichen Erfolge von Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Sportplakette verliehen.
Durch Initiative von Landesschützenmeister Walter Prokop – seit 1967 im Gesamtvorstand des Deutschen Schützenbundes, Präsidialmitglied des DSB von 1973 bis 1976 und 1. Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes von 1982 bis 1989 – wurden nach 15 Jahren die Weltmeisterschaften der Vorder­laderdisziplinen für 1989 nach Deutschland vergeben, wobei die „Goldstadt“ Pforzheim Austragungsort der Titelkämpfe war.
Gleichfalls 1989 konnte der Badische Sportschützenverband sein in der Europa- und Sportstadt Leimen erbautes Schulungs-und Verwaltungszentrum – durch Landesschützenmeister Walter Prokop eingeweiht – seiner Bestimmung übergeben. Mit diesem Schulungszentrum war es dann möglich, ein breitgefächertes Lehrgangsprogramm zu entwickeln und anzubieten, um den Bedürfnissen der interessierten Mitglieder für eine sachgerechte Ausbildung nachzukommen. Inzwischen wurden mehr als 800 Übungsleiter, Sport- und Jugendleiter für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen und Sportschützenkreisen ausgebildet.
1991 schließlich konnte der Badische Sportschützenverband im Leimener Bürgerhaus in Anwesenheit von Prominenz aus Politik, Kommunalverwaltung und Sport sein 40. Jubiläum nach Wiedergründung feiern.
Am 26. September 1995 weilte der baden-württem­bergische Ministerpräsident Erwin Teufel in Begleitung von MdL Michael Sieber und Landrat Doktor Jürgen Schütz vom Rhein-Neckar-Kreis, Oberbürgermeister Herbert Ehrbar, Bürgermeister Bruno Sauerzapf sowie einigen Stadträten der Großen Kreisstadt Leimen im Schulungs- und Verwaltungszentrum der badischen Sportschützen, um sich vor Ort von den bisherigen Leistungen dieses Landesverbandes zu überzeugen.
In einem kurzen Statement führte Landesschützenmeister Walter Prokop in die jüngste Geschichte des Badischen Sportschützenverbandes und nannte die zahlreichen nationalen und internationalen Erfolge der badischen Sportschützen, um danach die Aufmerksamkeit der Ehrengäste auf die Planung des 2. Bauabschnittes – einer nach modernstem Stand der Technik und den Bestimmungen des Umweltschutzes gerecht werdenden Schul-Schießsportanlage – zu lenken.
Die gleiche Thematik trug der Landesschützenmeister dem Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Kultus und Sport, Rudolf Köberle vor, der zusammen mit den beiden Mitgliedern des Landtages Michael Sieber und Werner Pfisterer am 6. Juli 1998 das Schulungs- und Verwaltungs­zentrum im Leimener Sportpark besuchte.
Insgesamt kann der badische Schießsport – was seine jüngere Geschichte angeht – mit Ablauf des Kalenderjahres 1998 auf

  • 8 Olympiateilnehmer
  • 32 Weltmeister
  • 41 Europameister und
  • 394 Deutsche Meister

verweisen.

Adolf Hofer

Adolf Hofer, Landesschützenmeister 2001-2005


Nun stehen wir an der Schwelle des Jahres 1999. Dem Badischen Sportschützenverband gehören derzeit 228 Mitgliedsvereine mit 40.539 Mitgliedern an.

Wenn wir heute – 1 Jahr vor der Jahrtausendwende – Bilanz ziehen, so zeigt sich, dass insbesondere auf dem sportlichen Sektor die gesteckten Ziele erreicht wurden. Auch stetig anwachsende Mitgliederzahlen sind Garant dafür, dass vom Landesvorstand bislang die richtige Strategie angewandt wurde, den Schießsport in Baden weiter voranzubringen. In Ergänzung all der sportlichen Maßnahmen wird im Badischen Sportschützenverband dem Brauchtum und der Traditionspflege gebührende Beachtung entgegengebracht. Alljährlich werden Königsschießen, Königsbälle sowie Schießen und Zusammenkünfte für Senioren – um nur einige Traditions­veranstaltungen herauszugreifen – durchgeführt.
Um all das Erreichte, vor allem jedoch die Erfolge auch in der kommenden Zeit garantieren zu können, bedarf es einer modernen, den Erfordernissen der Umwelt gerechten Verbands-Schießsportanlage.
Im Leimener Sportpark wurde dem Badischen Sport­schützenverband das dafür notwendige Gelände zur Verfügung gestellt. Die Planung des Projektes ist seit geraumer Zeit abgeschlossen, die erforderliche Baugenehmigung erteilt. Allein die Zustimmung durch den Landessportverband Baden-Württemberg lässt nunmehr seit mehr als 3 Jahren auf sich warten.
Der Landesverband wird durch diese neue Schul-Schießsportanlage in die Lage versetzt, das baden-württembergische Landesleistungszentrum, den Olympiastützpunkt in Pforzheim, als Außenstelle zu ergänzen und ein ganzjähriges Training ohne witterungsbedingte Unterbrechungen zu betreiben.
Auch den zahlreichen Funktionsträgern, den Ehren­amtlichen in den verschiedenen Führungsebenen, kann hier das notwendige Wissen vermittelt werden, um in den 13 Sportschützenkreisen und in den 228 Mitgliedsvereinen zweck­entsprechend arbeiten zu können.
Ministerpräsident Erwin Teufel zeigte sich bei seinem Besuch sehr beeindruckt von all dem Gesehenen und Vorgetragenen, dankte Landesschützenmeister Walter Prokop für sein vieljähriges Engagement in der Verbandsführung und versprach Hilfe im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Wie bereits dargestellt, wurde bisher vieles geschaffen, im sportlichen und organisatorischen Bereich. Das Erreichte und damit die erzielten Erfolge in der kommenden Zeit nicht nur festzuschreiben, sondern sie zu mehren, ist nicht nur den gewählten Ehrenamtlichen aufgegeben, sondern stellt sich als Verpflichtung für jedes Mitglied im Badischen Sportschützenverband dar.

Manfred Nessel
Manfred Nessel, Landesschützenmeister 2005-2011

 

Im Jahre 2001 beging der Badische Sportschützenverband in Wiesloch seinen 50. Landesschützentag seit Wiedergründung. Dieser Jubiläums-Landesschützentag war gekennzeichnet von personellen Veränderungen.
Der bisherige Landesschützenmeister Walter Prokop, seit dem Kalenderjahr 1969 in diesem Ehrenamt, kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Sein Nachfolger wurde der bisherige 1. stellvertretende Landesschützenmeister Adolf Hofer aus Heidelberg. Ihm folgte Otto Hemberger in dieses Ehrenamt nach und Volker Bender löste den bisherigen 2. stellvertretenden Landesschützenmeister Manfred Nessel ab.
Beim Landesschützentag 2005 in Forst setzte sich das Personalkarussell der Verbandsführung erneut in Bewegung. Nun wurde Manfred Nessel aus Mannheim neuer Landes­schützenmeister. Otto Hemberger verblieb im Amt des 1. Stellver­treters, während Roland H. Wittmer die Wahl zum 2. stellvertretenden Landesschützenmeister annahm.
2011 trafen sich in Hockenheim Verbandsführung und Vereinsdelegierte zum 60. Landesschützentag, in dessen Verlauf Bruno Winkler zum 1. stellvertretenden Landesschützenmeister gewählt wurde.
Wenig später erklärte Landesschützenmeister Manfred Nessel seinen Rücktritt, so dass man gezwungen war, die Verbandsführung bis zur Wahl eines neuen Landes­schützen­meisters den beiden amtierenden Ehren­amtlichen Bruno Winkler (1. stellv. LSM) und Roland H. Wittmer (2. stellv. LSM) zu übertragen.
Was die sportlichen Erfolge des ersten Jahrzehntes im neuen Jahrtausend angeht, so bestritten Badener mancherlei internationale und nationale Wettkämpfe und belegten dabei zahlreichen Bestplatzierungen.
65 Weltmeister, 1 Welt-Cup-Finalsiegerin, 66 Europameister und 636 Deutsche Meister gingen bislang aus den Reihen der Mitglieder der Schießsportvereine des Landesverbandes hervor.
9 Schützenschwestern und -brüder wurden mit der höchsten Sportauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem „Silbernen Lorbeerblatt“, ausgezeichnet.
Auch im organisatorischen Bereich tat sich einiges. Das Anwesen Badener Platz 2 wurde von der Großen Kreisstadt Leimen käuflich erworben.
Betriebsabläufe in der GeschäftssteIle wurden der Zeit entsprechend angepasst; die Mitglieder- und Sportverwaltung mittels speziellem EDV-Programm modernisiert.
Mit dem benachbarten Württembergischen Schützen­verband werden seit geraumer Zeit gemeinsame Schulungsmaßnahmen durchgeführt und damit Synergieeffekte genutzt.
Eines blieb allerdings den derzeit 32.530 in 224 Schießsportvereinen befindlichen Mitgliedern versagt, nämlich die von Landesschützenmeister Walter Prokop projektierte, bereits genehmigte und finanziell nahezu vollständig abgesicherte Verbandsschießsportanlage im Leimener Sportpark.

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